Schlagwort-Archive: Suppe

Was vom Teige übrig blieb: Suppenstrudel siebenbürgisch

Suppen sind „soulfood“, das war schon so, bevor es den neudeutschen Begriff dafür gab.  Wenn es mir schlecht ging, half eine gute „Strudelsuppe“. Das Rezept für die Suppenzubereitung habe ich bereits an anderer Stelle beschrieben, hier geht es um die „Strudel“, die nicht umsonst so heißen wie ihre „großen Brüder“ (Apfelstrudel, Topfenstrudel usw.).  Was vom Teige übrig blieb: Suppenstrudel siebenbürgisch weiterlesen

Tafelspitz für Sissi

Bei den niedrigen Außentemperaturen hatte ich gestern mal wieder Lust auf ein „Süppchen“.  Diesmal sollte es nicht nur eine Brühe geben, sondern auch das „Suppenfleisch“ – der Tafelspitz – musste als Hauptgericht zum Einsatz kommen. Nun ist gekochtes Fleisch oft mit der Assoziation von Krankenhaus-Kost behaftet; blasse, trockene „Lappen“, wenn man Glück hat mit irgendeiner Soße, die das Hinunterschlucken erleichtert. Genuss ist anders. Aber zum Glück ist das nur ein Vorurteil, denn der Tafelspitz – und dabei handelt es sich um Siedfleisch – belehrt uns eines Besseren. Tafelspitz für Sissi weiterlesen

Kürbis-Suppe – süß oder sauer?

Die einzige Kürbissorte, die ich für meine Kürbissuppe verwende, ist der Hokkaido-Kürbis. Er muss nicht geschält werden und hat zudem eine intensive, orange Farbe. Er schmeckt nicht so stumpf wie einige seiner Verwandten und eignet sich damit auch für raffinierte Rezepte.

Kuerbissuppe-mit-Safran-RezeptZutaten: Für etwa 4 Portionen einen halben mittelgroßen Hokkaido, entkernt und mit Schale in Würfel geschnitten, 2 Karotten geschält , 2 Scheiben frische Ananas, ebenfalls gewürfelt, ein Stück Ingwer (so groß wie ein halber Daumen, wer mag auch mehr), Salz, Butter oder neutrales Öl, Chili-Fäden oder Piment d’Esplette, 150 ml Kokosmilch aus der Dose, ungesüßt. Kürbis-Suppe – süß oder sauer? weiterlesen

Marquise de Pompadour und die siebenbürgischen Primärtugenden …

Meine Consommé mit Suppenstrudel hat eine lange Tradition.

„Die Liebe eines Mannes wird im Bett gewonnen und bei Tisch erhalten…“
(Marquise de Pompadour, 1721-1764)

…so hat es meine Oma zwar nicht ausgedrückt, aber so ähnlich wohl gemeint: Die siebenbürgisch-sächsische Frau sollte bestimmte Tugenden besitzen (oder Land – Anmerkung der Autorin), damit sie überhaupt für den Heiratsmarkt in Frage kommt. Ist es ihr gelungen, ein Mannsbild für sich zu begeistern und gipfelt diese Begeisterung gar in einer Hochzeit, zeigen sich die wahren Fähigkeiten der Frau (heute würden wir „Kernkompetenzen“ sagen). Denn ab da liegt es primär an ihr, wenn der (Ehe)-Mann erst „fremdschläft“ und dann „fremdisst“ –  oder war die Reihenfolge umgekehrt?

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Ganz einfach: Grießklößchen

Die Zubereitung von Suppeneinlagen aller Art habe ich bis vor nicht allzu langer Zeit meiner Mutter und meinem Vater (!) überlassen, also kamen die Grießklößchen für die klaren Suppen aus Köln, portionsweise abgepackt. Bei Mama gibt es Rezepte für eine harte und eine weiche Variante, die harten Klößchen haben neben Grieß auch einen Anteil Semmelbrösel, die weichen bestehen nur aus Weichweizengrieß. Ich mag die Harten lieber – doch sie  sind leider  unansehnlicher (gräulich, durch die Semmelbrösel) als ihre weichen Brüder und ich habe  schon Klößchen über den Tisch fliegen sehen…, wenn ihnen mit dem Löffel nicht beizukommen war.
Es musste demnach eine Variante her, Ganz einfach: Grießklößchen weiterlesen