Schlagwort-Archive: Siebenbürgen

Siebenbürger Rahm-Hanklich

Die Hanklich (Rumänisch: hencleș, lichiu oder lichișor) ist ein traditioneller Siebenbürger Kuchen aus einfachem Brot- bzw. Hefeteig. Die Hanklich  wurde früher nach dem Brotbacken im  heißen Backofen, direkt auf den Ziegeln gebacken. Nun, wohl dem, der einen gemauerten Backofen zu Hause hat. Natürlich funktioniert das Backen auch im modernen Backofen auf einem Backblech. Siebenbürger Rahm-Hanklich weiterlesen

Advents-Wespennester mit Mandeln und Früchten

In meiner Heimat Siebenbürgen heißen diese Hefe-Schnecken „Wespennester“. Warum, weiß ich nicht, vielleicht weil ihre Form ein bisschen daran erinnert. Nach einem traditionellen Rezept werden sie mit gemahlenen Walnüssen und Zucker gefüllt und mit Vanille-Milch getränkt.
Meine Oma backte sie als Mini-Wespennester, die mit einem Happs verschlungen werden konnten. Und sie mochte diese besonders weich und üppig, mit viel Zucker und Nüssen und wenig Teig.

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Harlekin – Schnitten und Oster-Rituale

Das Osterfest steht vor der Tür und deswegen backe ich „Harlekin-Schnitten“, einen Kuchen, den es in meiner Heimat Siebenbürgen an Ostern häufig gab. Allerlei Kleingebäck, gefärbte Eier und vor allem Hochprozentiges wie „Vişinată“ein (leckererer) Sauerkirschlikör, selbstgemachter Eierlikör oder einfach ein klarer Pflaumenschnaps („Țuică“) mussten bereitgehalten werden.

Doch der Höhepunkt des christlichen Festes war sicherlich Harlekin – Schnitten und Oster-Rituale weiterlesen

Quarktaschen oder „Branzoaice“

Auch dieses Rezept für Quarktaschen ist ein Stück Kindheitserinnerung:  Wenn die kleine „Landpomeranze“ Marie mal mit ihrer Mutter in die  Stadt (Kronstadt) fahren durfte,  dann war das ein besonderes Ereignis,  nicht zuletzt wegen der frischen „Branzoaice“,  die es an einem winzigen Marktstand zu kaufen gab. Trotz vieler Experimente, vor allem was die Füllung angeht, ist es mir nicht ganz gelungen, diesen unverwechselbaren Geschmack zu reproduzieren. Das mag vielleicht auch an dem besonderen Kuhmilch-Frischkäse,  der „branza“, liegen, der für die Branzoaice verwendet wird. Solltet ihr  dieses Gebäck kennen (oder gar selber backen) und einen Tipp für mich haben, wäre ich euch sehr dankbar. Bis dahin backe ich die Branzoaice nach folgendem Rezept und verwende am liebsten Ricotta (Quark geht auch) für die Füllung. Quarktaschen oder „Branzoaice“ weiterlesen

Szekler-Kuchen – eine feine Schnitte

Das neue Jahr fing  süß an – mit einem Stück Szekler-Kuchen, den sich mein Bruder als „Silvester-Kuchen“ gewünscht hatte. Das Rezept habe ich von meiner Mutter und ich bin sicher, jede Siebenbürgerin hat da ihre eigene Variante. In meinem Backbuch von 1912 ist dieser Kuchen unter der Bezeichnung „Szekely-Schnitten“ zu finden. Szekler-Kuchen – eine feine Schnitte weiterlesen

Eine Hochzeit und sechs Baumstriezel

Denke ich an die Hochzeiten, die ich als Kind miterleben durfte, denke ich vor allem an Baumstriezel – und der Duft nach frischem Hefeteig und feinem Karamell steigt mir unwillkürlich in die Nase. Dieses Traditionsgebäck – über Holzkohle gegrillt – gehört zu einer siebenbürgischen Hochzeit dazu, wie die Braut zum Bräutigam. Siebenbürger-Baumstriezel-Rezept

Ich wurde diesen Sommer geheiratet, allerdings nicht in Siebenbürgen und an Baumstriezel habe ich gar nicht zu denken gewagt. Eine Hochzeit und sechs Baumstriezel weiterlesen

Vinete – Auberginenmus bei 30°

Echtes Essen in Kronstadt – diese Vinete schmeckte auch bei 30° im Schatten und war das beste Auberginen-Mus, das ich jemals gegessen habe (sorry, Mama). Cremig, mild, pur. Dazu gab es  „telemea“, einen typisch rumänischen Schafskäse, fruchtige Tomaten und klein gewürfelte Zwiebeln. Alles separat und appetitlich angerichtet, so wie ich es mag. Vinete – Auberginenmus bei 30° weiterlesen

Klausenburger Kraut – Sauerkrautauflauf siebenbürgisch

„Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut,
Holdselig sind deine Gerüche!“ (Heinrich Heine)

Heine muss ein Gourmet gewesen sein. Auch wenn der Geruch nach Sauerkraut heute nicht mehr so ganz in die (Designer)Küchen zu passen scheint – ich bin ein Fan von (selbst eingelegten) Sauerkraut und esse es am liebsten roh, als Salat, mit einem Schuss Olivenöl und frischem gemahlenem Pfeffer. Roh, d. h. ungekocht bzw. nicht pasteurisiert, ist es am gesündesten, denn nur dann bleiben die probiotischen Mikroorganismen am Leben.

Klausenburger-Kraut-Sauerkraut-Siebenbuergen-Polenta
Klausenburger Kraut mit Polentakruste

Eine einfache und äußerst schmackhafte Zubereitungsform ist das sogenannte „Klausenburger Kraut“, ein fester Bestandteil der traditionellen siebenbürgischen Küche. Es existieren unzählige regionale Varianten davon und auch in Ungarn kennt man es unter dem Namen: „Kolozsvari Kaposzta“. Benannt ist dieser Auflauf nach der Stadt Klausenburg (Cluj-Napoca/Kolozsvár), die im Nordwesten Rumäniens liegt.

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Orangen-Buchteln

Von (guten) Orangen kann ich nicht genug kriegen, deswegen hier eine weitere Variation: Buchteln mit Orangenschale im Teig und einer Füllung aus selbstgemachter Orangenmarmelade mit Vanille. Dieses Hefegebäck stammt ursprünglich aus Böhmen und wurde traditionell mit Pflaumenmus gefüllt. So kenne ich das Rezept auch „von Muttern“, doch das „Experiment orange“ hat sich gelohnt…..

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