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Vinete – Auberginenmus bei 30°

Echtes Essen in Kronstadt – diese Vinete schmeckte auch bei 30° im Schatten und war das beste Auberginen-Mus, das ich jemals gegessen habe (sorry, Mama). Cremig, mild, pur. Dazu gab es  „telemea“, einen typisch rumänischen Schafskäse, fruchtige Tomaten und klein gewürfelte Zwiebeln. Alles separat und appetitlich angerichtet, so wie ich es mag.

Die Zubereitung der Vinete ist denkbar einfach, vorausgesetzt die Auberginen sind fleischig, und das erkennt man leider nicht auf den ersten Blick. Ich nehme eher kleinere Exemplare, da sie weniger Kerne enthalten.

ZubereitungAuf einem geölten Backblech im Backofen röste ich die Auberginen bei 220° ca. 45 Minuten bis die Haut Blasen wirft und fast schwarz ist.

Vinete_Auberginen_Mus_Kronstadt_SiebenbuergenDann salze ich sie, lege sie auf ein Brett und stelle dieses leicht schräg, damit die Bitterstoffe abfließen können. Angeblich gibt es ja auch schon Züchtungen ohne Bitterstoffe. Danach dann die Schalen entfernen, das Fruchtfleisch mit einem großen (Holz)messer fein hacken. Das Mus bleibt nur so hell wie auf dem Bild, wenn etwas Zitrone dazu gegeben wird. Ein Schuss neutrales Öl, Salz und eine Prise frischer Pfeffer runden den Geschmack ab.

Ich kenne dieses Gericht seit meiner Kindheit und weiß, dass jede gute Köchin ihr eigenes „Vinete“-Rezept hat, mal mit Mayonaise, mal mit Knoblauch und Zwiebeln. Mir ist das zuviel Fremdgeschmack. Ich esse Vinete-Mus am liebsten pur, zubereitet aus fleischigen Auberginen, die auf Holzkohle gegrillt wurden. Jetzt, wo die Grills wieder glühen, solltet ihr das unbedingt mal ausprobieren, das Mus schmeckt auch zu Fleisch….

Wer wissen möchte, wie Telemea hergestellt wird, kann ja mal in diesem kurzen Video nachschauen:

Übrigens: Auberginen enthalten Kalium, Kupfer, Mangan und – Nicotin, letzteres allerdings in homöopathischen Dosen (100 Mikrogramm/kg). Roh sollten sie nicht verzehrt werden, wegen des Giftes Solanin.

3 Kommentare zu „Vinete – Auberginenmus bei 30°“

  1. Ich freu mich schon so auf Auberginen- über den Winter hab ich keine gekauft aber dein Mus macht mich jetzt richtig an, danke dafür! Gibt es rumänische Wurzeln in deiner Familie?
    Sonniges Wochenende wünscht Ninive

    1. Zu den rumänischen Wurzeln in meiner Familie: ich bin in Rumänien geboren und als Angehörige der deutschen Minderheit eine „Siebenbürger Sächsin“ – daher die rumänischen Einflüsse in meinen Rezepten.
      Wünsche dir gutes Gelingen und freue mich immer über deine Kommentare. Dir auch ein sonniges Wochenende. Marie

  2. Zum ersten Mal auf Ihrem Blog: Schöne Sachen gibt es da zu entdecken! In meinem Garten ist die erste Aubergine reif, die ‚verwurste‘ ich jetzt zu Vinete. Freue mich.
    Herzliche Grüsse aus der Schweiz (wo das Thermometer gegen 30°C gehen soll heute)
    Bea Wyler

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