Klausenburger Kraut – Sauerkrautauflauf siebenbürgisch

„Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut,
Holdselig sind deine Gerüche!“ (Heinrich Heine)

Heine muss ein Gourmet gewesen sein. Auch wenn der Geruch nach Sauerkraut heute nicht mehr so ganz in die (Designer)Küchen zu passen scheint – ich bin ein Fan von (selbst eingelegten) Sauerkraut und esse es am liebsten roh, als Salat, mit einem Schuss Olivenöl und frischem gemahlenem Pfeffer. Roh, d. h. ungekocht bzw. nicht pasteurisiert, ist es am gesündesten, denn nur dann bleiben die probiotischen Mikroorganismen am Leben.

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Klausenburger Kraut mit Polentakruste

Eine einfache und äußerst schmackhafte Zubereitungsform ist das sogenannte „Klausenburger Kraut“, ein fester Bestandteil der traditionellen siebenbürgischen Küche. Es existieren unzählige regionale Varianten davon und auch in Ungarn kennt man es unter dem Namen: „Kolozsvari Kaposzta“. Benannt ist dieser Auflauf nach der Stadt Klausenburg (Cluj-Napoca/Kolozsvár), die im Nordwesten Rumäniens liegt.

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„Backstage“…was ich schon immer über Triebmittel wissen wollte…

Gibt es etwas Deprimierenderes als einen Kuchen, der flach wie eine Flunder bleibt, obwohl wir erwarten, dass er schön aufgeht, locker und fluffig wird? Und wenn das Ganze dann auch noch „seifig“ schmeckt, oder fies auf der Zunge „bizzelt“, ja dann… haben wir definitiv etwas falsch gemacht. Die Dosierung der „Triebmittel“ oder besser Backtriebmittel ist eine Wissenschaft für sich. Was ist der Unterschied zwischen Backnatron, Backpulver, Weinstein-Backpulver, Hirschhornsalz, Pottasche ? Gibt es weitere „Pülverchen“, die ähnlich treibende Kräfte besitzen (Hefe und Sauerteig mal ausgenommen)? Tja, letztlich kommen wir um den Einsatz dieser Mittel nicht umhin, ein kurzer Blick in den Chemiebaukasten kann also nicht schaden. Ich beschränke mich auf das Nötigste, alle Diplomchemiker (besonders einer aus unserer Familie…) mögen mir eventuelle Fehler verzeihen und mir schreiben…. „Backstage“…was ich schon immer über Triebmittel wissen wollte… weiterlesen

Tortas de Aceite – Spanische Kekse für alle Lebenslagen…

Snap_2013.03.10_18h21m31s_002 (2)Sie kommen eher unscheinbar daher, geschmacklich sind sie jedoch außergewöhnlich. Schon beim ersten Biss in die würzigen, knusprigen Taler wusste ich: Die muss ich „nachbacken“! Auf der Suche nach einem Rezept dafür bin ich auf die Geschichte der „Tortas“ gestoßen: Vor etwa 100 Jahren eröffnete die junge Spanierin Ines Rosales ihren eigenen kleinen Bäckereibetrieb in einem Dorf in der Nähe von Sevilla. Dort erfand sie die  Tortas de Aceite.

Der Traditionshersteller, der den Namen der Erfinderin trägt, wirbt damit, dass diese Knusperkekse nach dem ursprünglichen Rezept hergestellt werden. Viele fleißige Spanierinnen formen sie noch heute per Hand Tortas de Aceite – Spanische Kekse für alle Lebenslagen… weiterlesen

Orangen-Buchteln

Von (guten) Orangen kann ich nicht genug kriegen, deswegen hier eine weitere Variation: Buchteln mit Orangenschale im Teig und einer Füllung aus selbstgemachter Orangenmarmelade mit Vanille. Dieses Hefegebäck stammt ursprünglich aus Böhmen und wurde traditionell mit Pflaumenmus gefüllt. So kenne ich das Rezept auch „von Muttern“, doch das „Experiment orange“ hat sich gelohnt…..

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Teufelskuchen oder „Draculas Liebe“

Nein, ich bin nicht dem Vampire-Hype verfallen; ja, ich bin in „Transsilvanien“ geboren, dort wo das historische Vorbild Draculas sein Unwesen trieb. Und ich habe ihn gesehen, fast täglich, schon morgens um halb acht, im Flur der Grundschule, direkt neben meinem damaligen Klassenzimmer. Dort hing nämlich das Konterfei des düsteren Fürsten Vlad III, Draculea, auch Vlad Tepes genannt. Von Bram Stoker, Vampirfilmen oder gar „Dracula“ war zu dieser Zeit allerdings noch keine Rede….

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