Suppenstrudel-Siebenbuergisch-Echtes-Essen

Was vom Teige übrig blieb: Suppenstrudel siebenbürgisch

Suppen sind „soulfood“, das war schon so, bevor es den neudeutschen Begriff dafür gab.  Wenn es mir schlecht ging, half eine gute „Strudelsuppe“. Das Rezept für die Suppenzubereitung habe ich bereits an anderer Stelle beschrieben, hier geht es um die „Strudel“, die nicht umsonst so heißen wie ihre „großen Brüder“ (Apfelstrudel, Topfenstrudel usw.). 

Ihre Zubereitung fängt auch mit einer Art Nudel- oder Strudelteig an, nur dann wird der Teig nicht gefüllt, sondern mit Zwiebel-Butter oder gequirltem Ei bestrichen, gepfeffert, gesalzen, etwa drei Zentimeter breit aufgerollt und flach gedrückt. Mit dem Stiel eines Holzlöffels werden Dreiecke abgesteckt, die dann mit einem Teigrädchen abgeschnitten werden. Fertig sind die Mini-Strudel.
Ein wahrer Strudel-Meister ist mein Vater. Er bereitet sie nach seinem Spezial-Rezept (das ich für verbesserungswürdig halte) in größeren Mengen zu und setzt sie, wenn es sein muss, auch internationalem Kunstpublikum vor (nein, er ist kein Gastronom). Manchmal komme ich zufällig in den Genuss dieses „Seelenwärmers“, so wie auf dem Foto, an Weihnachten 2012.Suppenstrudel siebenbürgisch

Mein Rezept für Strudel unterscheidet sich von dem Rezept meines Vaters vor allem in der Art des Mehls. Ich nehme Pasta-Mehl, d. h. Hartweizen-Mehl, und nur wenig Ei, dafür einen Schuss Mineralwasser. Er nimmt normales Mehl und mehr Ei. Geschmeidig wird der Teig durch die Beigabe von Öl. Wie so oft muss der Teig auch hier wieder ruhen, mindestens eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur.

Damit die Strudel nicht so blass aussehen, gebe ich eine Prise/ Messerspitze Kurkuma in den Teig. Geschmacklich ändert das nichts. Eigentlich kommen Studel bei uns nur auf den Tisch, wenn bei der Pasta-Zubereitung Teig übrig bleibt, etwa weil ich nicht genug Füllung für die Ravioli habe. Dann werden aus dem Rest-Teig schnell ein paar Suppen-Strudel gemacht und ich freue mich auf das nächste „Süppchen“. Die Strudel passen nicht nur zu klaren Suppen, ich esse sie auch in einer Tomatensuppe gerne.

Zutaten: 250 g Hartweizenmehl bzw. sehr fein gemahlener Hartweizengrieß („Semola di grano duro rimacinata“, gibt es im Vorbereitung-Suppenstrudel siebenbürgischitalienischen Supermarkt, z. B. von de Cecco), 2 Eier, 50 ml neutrales Öl, 1 TL Salz, 1 Messerspitze Kurkuma (wer mag) und soviel Mineralwasser, dass der Teig geschmeidig und formbar wird. Solltet ihr kein Hartweizenmehl finden, probiert es mit doppelgriffigem Mehl (Instant-Mehl). Für die „Schmiere“: 1-2 TL Butterschmalz, eine halbe Zwiebel, Salz, Pfeffer.

Das Butterschmalz erhitzen, darin die Zwiebelscheiben glasig dünsten und diese danach entfernen, sie dienen nur zum Aromatisieren. Den Teig mit einem Nudelholz so dünn wie möglich zu einem Rechteck auswalken, am besten in zwei Portionen, dann geht es einfacher. Weiter geht es wie oben bereits beschrieben. Die Strudel müssen etwa 20 Minuten in der Suppe köcheln oder ziehen, je nach Dicke. Ich koche sie meistens in leicht gesalzenem Wasser oder Gemüsebrühe vor und friere sie portionsweise ein.

2 Kommentare zu “Was vom Teige übrig blieb: Suppenstrudel siebenbürgisch”

  1. Die Form deiner Nudeltaschen gefällt mir super gut. Werde ich mir merken!!
    Kurkuma kommt bei mir auch in den Nudelteig. Bleiche Nudeln gefallen mir nicht, auch wenns für den Geschmack unerheblich ist. 🙂

  2. Das Rezept gefällt mir sehr. Ich liebe Suppen und Süppchen und bin deshalb auch immer auf der Suche nach originellen Suppeneinlagen. Diese Strüdelchen werde ich mit Sicherheit ausprobieren.

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